Verkündet Wahlperiode 20 Zustimmungsbedürftig Gesetzgebung

Gesetz zur Stärkung des Justizstandortes Deutschland durch Einführung von Commercial Courts und der Gerichtssprache Englisch in der Zivilgerichtsbarkeit (Justizstandort-Stärkungsgesetz)

Stärkung des Gerichtsstandorts Deutschland insbes. in größeren internationalen Wirtschaftsstreitverfahren zur Vermeidung der Abwanderung in die Rechtskreise anderer Staaten oder in die Schiedsgerichtsbarkeit: Befugnis der Länder zur Öffnung landgerichtlicher Zivilverfahren im Bereich der Wirtschaftszivilsachen für die Gerichtssprache Englisch (sog. Commercial Chambers), Ermächtigung der Länder zur…

Aktueller Stand

Verkündet

Letzte Aktivität: 13.12.2024

Initiiert von: Bundesregierung

✅ In Kraft seit 11.10.2024

Kein Verfahrensverlauf verfügbar.

Status: Verkündet

Beschreibung

Stärkung des Gerichtsstandorts Deutschland insbes. in größeren internationalen Wirtschaftsstreitverfahren zur Vermeidung der Abwanderung in die Rechtskreise anderer Staaten oder in die Schiedsgerichtsbarkeit: Befugnis der Länder zur Öffnung landgerichtlicher Zivilverfahren im Bereich der Wirtschaftszivilsachen für die Gerichtssprache Englisch (sog. Commercial Chambers), Ermächtigung der Länder zur Einrichtung erstinstanzlicher Spezialsenate an einem Oberlandesgericht bzw. Obersten Landesgericht (sog. Commercial Courts) für bürgerliche Rechtsstreitigkeiten zwischen Unternehmern sowie für Streitigkeiten aus dem Unternehmenskauf mit einem Mindestreitwert von 1 Mio Euro, Prozessführung in deutscher oder englischer Sprache, Beschränkung der Zuständigkeit auf bestimmte Sachgebiete, Übertragung der Ermächtigung auf die Landesjustizverwaltungen, Einrichtung einer gemeinsamen Kammer durch mehrere Bundesländer, Rechte Dritter, besondere Verfahrensregelungen (u.a. Einforderung eines mitlesbaren Wortprotokolls, Revision beim BGH mit Option der Verfahrensführung in Englisch), verbesserter Geschäftsgeheimnisschutz im Zivilprozess; Einfügung §§ 119b, 184a und 184b Gerichtsverfassungsgesetz, Einfügung §§ 273a und 615 bis 623 sowie Änderung §§ 331 und 511 Zivilprozessordnung, Einfügung § 37b Gesetz betreffend die Einführung der Zivilprozessordnung, Änderung Anlage 1 (Kostenverzeichnis) Gerichtskostengesetz sowie §§ 1 und 9 Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz; Verordnungsermächtigung Bezug: Siehe auch GESTA C011, C217 19. WP, C016 19. WP, C013 18. WP sowie C014 17. WP Beschlussempfehlung des Ausschusses: Herabsetzung der Streitwertgrenze für Commercial Courts auf 0,5 Mio Euro, Erweiterung der Zuständigkeit auf Streitigkeiten zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern ihres Geschäftsleitungsorgans bzw. des Aufsichtsrats, Anpassung von Gebührentatbeständen, Klarstellungen; Änderung §§ 119b und 184a Gerichtsverfassungsgesetz, Nummerierung §§ 615 bis 623 alt als §§

Metadaten

DIP-ID

302757

Typ

Gesetzgebung

Wahlperiode

20

Eingebracht

27.09.2024

Letzte Aktivität

13.12.2024

Zustimmungsbedürftig

Ja

BGBl. 2024 I Nr. 302 10.10.2024

Gesetz zur Stärkung des Justizstandortes Deutschland durch Einführung von Commercial Courts und der Gerichtssprache Englisch in der Zivilgerichtsbarkeit (Justizstandort-Stärkungsgesetz)

In Kraft: 11.10.2024

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🏛 Bundesrat-Abstimmung

Zustimmungsbedürftig
Sitzung 1047 27.9.2024
kein Antrag auf Einberufung des Vermittlungsausschusses
Quelle ↗
Sitzung 24 6.9.2024
Quelle ↗
Sitzung 1036 29.9.2023
Stellungnahme: Änderungsvorschläge
Rede Dr. Roman Poseck, Stellv. MdBR (Minister der Justiz), Hessen
Quelle ↗
Sitzung 23 18.8.2023
Quelle ↗
Marco Buschmann
Marco Buschmann Regierung FDP

Bundesminister der Justiz

✓ Dafür

Das Vorhaben 'Gesetz zur Stärkung des Justizstandortes Deutschland du...' modernisiert unser Rechtssystem und stärkt den Schutz der Bürgerinnen und Bürger. Der Rechtsstaat muss mit der gesellschaftlichen Entwicklung Schritt halten.

♥ 72 04.11.2025 📋 Pressemitteilung BMJ
★ TOP
Marco Buschmann
Marco Buschmann Regierung FDP

Bundesminister der Justiz

✓ Dafür

„Gesetz zur Stärkung des Justizstandortes Deutschland durch Einführung von Commer…" — dieses Gesetz stärkt den Rechtsstaat und modernisiert Strukturen, die seit Jahrzehnten überfällig waren. Wir haben lange dafür gearbeitet, jetzt ist es Zeit für Umsetzung.

♥ 65 ↩ 1 Antwort 22.11.2025 📋 Pressemitteilung der Bundesregierung
★ TOP
HB
Helene Bubrowski Presse ◉ Analyse

Die juristische Fachwelt beobachtet dieses Gesetzgebungsvorhaben mit gemischten Gefühlen. Ambitioniert ja, aber in der Detailausarbeitung bleiben Fragen offen.

♥ 42 · 17.11.2025
P
Prof. Dr. Gertrude Lübbe-Wolff Wissenschaft

Professorin für Öffentliches Recht

⚠ Warnung

Die verfassungsrechtliche Einordnung dieses Vorhabens erfordert sorgfältige Prüfung. Grundrechtseingriffe müssen verhältnismäßig sein und dürfen nicht über das Ziel hinausschießen.

♥ 54 02.11.2025 📑 Verfassungsrechtliches Gutachten
Friedrich Merz
Friedrich Merz CDU/CSU CDU

Fraktionsvorsitzender CDU/CSU

✗ Dagegen

Die CDU/CSU-Fraktion lehnt dieses Vorhaben ab. Es greift zu tief in bewährte rechtliche Traditionen ein. Wir fordern einen Neustart.

♥ 24 ↩ 1 Antwort 19.11.2025 🏛 Bundestagsrede CDU/CSU
MB
Marco Buschmann Regierung ✓ Dafür

Die Opposition blockiert seit Monaten ohne eigene Substanz. Diese Reform ist notwendig — punkt.

♥ 36 · 16.01.2026
Friedrich Merz
Friedrich Merz CDU/CSU CDU

Fraktionsvorsitzender CDU/CSU

? Frage

Rechtspolitische Reformen müssen praktikabel sein. Viele Gesetze der Ampel klingen gut, scheitern aber an der Umsetzung in den Ländern und Kommunen.

♥ 31 03.12.2025 🏛 Bundestagsrede CDU/CSU
P
Prof. Dr. Gertrude Lübbe-Wolff Wissenschaft

Professorin für Öffentliches Recht

◉ Analyse

Ich sehe Vereinbarkeitsfragen mit dem Grundgesetz — insbesondere Artikel 20. Beim Vorhaben „Gesetz zur Stärkung des Justizstandortes Deutschland durch E…" sollte der Gesetzgeber die Langzeitwirkungen stärker in den Blick nehmen.

♥ 188 09.12.2025 📑 Expertenstmt. / Sachverständigenrat
H
Helene Bubrowski Presse

Politikredakteurin

? Frage

Wer hat bei diesem Gesetz das meiste zu gewinnen — und zu verlieren? Das sind die Fragen, die sich Bürger beim Blick auf Drucksache 302757 stellen müssen.

♥ 51 02.01.2026 🎙 ARD Hauptstadtstudio
Alice Weidel
Alice Weidel AfD AfD

Fraktionsvorsitzende AfD

✗ Dagegen

Beide Seiten streiten ums Wie, niemand fragt: Wollen wir das überhaupt? Bürgerbeteiligung null.

♥ 35 10.01.2026 🏛 Bundestagsrede

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D
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Bundesrat-Status

Zustimmungspflichtig

Bundesrat muss zustimmen

Bundesrat Kompakt ↗
◈ BERICHTERSTATTER
Federführend
B
Bundesregierung
Einbringer
Vollständiger Verlauf im DIP →

Details

DIP-Vorgangs-ID 302757
Initiiert von

Bundesregierung

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